Datenschutzgrundverordnung

Seit dem 25. Mai 2018 sieht die Europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) strengere Regeln im Umgang mit personenbezogenen Daten vor: Unternehmen müssen technische und organisatorische Maßnahmen treffen, wenn sie personenbezogene Informationen verarbeiten. Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom im September 2018, also vier Monate nach dem Fristablauf, hadert die deutsche Wirtschaft nach wie vor mit der Umsetzung der DSGVO: Erst ein Viertel der Unternehmen in Deutschland hat die neuen Vorgaben in seiner Organisation vollständig realisiert. Weitere 40 Prozent haben die Vorschriften größtenteils umgesetzt, 30 Prozent erst teilweise. Etwa fünf Prozent gaben an, gerade erst begonnen zu haben.

Aufwand und Schulungen als Hindernis

Ein Gros beklagt die höheren Aufwände im laufenden Geschäftsbetrieb. Insbesondere die erweiterte Dokumentations- und Informationspflicht macht den meisten Unternehmen zu schaffen. Auch die Mitarbeiter in den neuen Datenschutzregeln zu schulen, bereitet acht von zehn Unternehmen Mühe.

78%
beklagen Mehraufwand
96%
Zunahme der Dokumentationspflicht
78%
Mühe bei Personalschulungen

Werden personenbezogene Daten analysiert, um Entscheidungen automatisiert zu fällen, greift Artikel 22 der DSGVO: Er inkludiert unter anderem Profiling. Profiling meint jede Auswertung personenbezogener Informationen, die Rückschlüsse auf die Arbeitsweise einer Person, ihre wirtschaftliche Lage oder Gesundheit, individuelle Vorlieben und Interessen, Zuverlässigkeit oder Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel liefern und daraus Vorhersagen ableiten lässt. Auswertungen, die wir als Energieversorger über Smart Metering vornehmen können.