Regulierungsmanagement

Strom- und Gasnetze gehören zu den Märkten, in denen Wettbewerb nur eingeschränkt möglich oder komplett ausgehebelt ist. Regulierungen wie Unbundling, diskriminierungsfreier Netzzugang und verursachungsgerechte Netzentgelte sollen Monopolgewinnen vorbeugen und zu einem kostensparenden Betrieb führen. Bei den Energieversorgern bindet das Managen dieser Regulierungen zusätzliche Ressourcen.

Schätzungen zufolge beansprucht das strategische und operative Regulierungsmanagement 2,5 Mitarbeiterjahre. Weitere 2,5 Mitarbeiterjahre braucht es für die Zuarbeiten des Regulierungsmanagements. Stadtwerke mit über 100.000 Kunden müssen sogar doppelt so viel aufwenden. Je kleiner die Mitarbeiterzahl des Stadt- und Gemeindewerks ist, desto mehr fallen diese Ressourcen ins Gewicht.

Hinzu kommt: Möchten Netzbetreiber dem komplexen Regulierungsumfeld erfolgreich begegnen, müssen sie das Regulierungsmanagement als zentrales und aktives Steuerungselement begreifen und nutzen. Insbesondere weil regulatorische Vorgaben wie beispielsweise die Anreizregulierungsvorschrift direkte Auswirkungen auf Unternehmenserfolg und Erlöse haben. Daher lautet eine bei den Stadt- und Gemeindewerken viel diskutierte Frage: Sollen wir den Prozess selbst optimieren oder ihn outsourcen, um bessere und effizientere Ergebnisse zu erzielen?